Ditta, eigentlich trifft man dich bei uns im Gesundheitszentrum in der Massage-Abteilung, bei Moorpackungen oder bei den Elektrotherapien. Genauso oft aber fast schon in der Sauna World beim Aufguss – wie bist du überhaupt zum Aufgießen gekommen? Ditta: Durch eine Freundin letztes Jahr. Sie hat gemeint, wir könnten ja mal zusammen einen Aufguss machen in der Sauna World – eine Show mit Tanz. Ich hab‘ sie für völlig verrückt erklärt. Aber da ich für verrückte Sachen immer zu haben bin, haben wir das probiert. Die Show war ein Erfolg und ich war mit dem Sauna-Virus infiziert – und das, obwohl ich seit 7,5 Jahren hier als Masseurin arbeite und mit Sauna nie was am Hut hatte. Das richtige Wacheln in der Sauna will ja auch gelernt sein - wie ging's nach der ersten Aufguss-Show weiter? Ditta: Eine Show folgte der nächsten. Ich hab‘ mir dann gedacht – wow, das Wacheln, das schaut so toll aus, diese fließenden Bewegungen mit dem Saunatuch – das will ich auch. Dann bin ich gleich in den Wachelkurs für unsere Saunameister eingestiegen im November. Das war allerdings ein Spezial-Kurs für Fortgeschrittene. Den Basiskurs und den Aufbaukurs habe ich mittlerweile nachgeholt. Im Nachhinein ist mir jetzt schon klar, warum ich im Spezial-Kurs so schlecht war ... Mittlerweile machst du auch selber Aufgüsse in der Sauna. Wie hast du das gelernt? Ditta: Durch ausprobieren in der Sauna. Da können Gäste auch selber aufgießen. Tipps von den Kolleginnen und Kollegen, natürlich. Bei einem guten Aufguss kommt es auf so viele Sachen an, wie das Zusammenspiel der ätherischen Öle und ihre Wirkung, zum Beispiel. Wie man die Hitze mit der richtigen Wedeltechnik zu den Leuten auf der Saunabank bringt. Da steckt sehr viel Wissen dahinter. Da durfte ich mehrere Kurse mitmachen, die für unser Sauna-Team in der Alpentherme angeboten werden.  „Nur“ Aufgießen reicht dir mittlerweile nicht mehr. Du bist auch mit unseren Saunameistern bei Wettkämpfen mit dabei? Ditta: Richtig, in der aquabasilea in der Schweiz war ich am Start, zum Reinschnuppern, wie so ein Bewerb abläuft. Und bei den Aufguss Masters bei uns in der Alpentherme im Mai hab‘ ich den zweiten Platz belegt und da durfte ich zu den Play-offs nach Norwegen fahren jetzt im September. Wie hast du die Vorausscheidung in Norwegen für die Aufguss Masters erlebt? Ditta: Irre. Der Bewerb fand in Larvik im Farris Bad statt. Die haben da eine riesige Sauna mit an die 110 Plätzen für Gäste und eine Wahnsinns-Lichttechnik. Also das ist natürlich eine ganz eigene Liga. Und mitten drinnen ich – der Grünschnabel. Ich hab‘ die Qualifikation nicht geschafft. Da fehlte die Routine. Beim Bewerbs-Aufguss hab‘ ich das Saunatuch fallen lassen – ein Kardinalfehler. Mich hat das total aus dem Konzept gebracht. Darum: üben, üben, üben! Du bist ja eine, der ständig Hoppalas passieren – hast du eines parat für uns?  Ditta: Ich hab‘ ja an die tausend kleine USB-Sticks mit Musik für die Aufgüsse. Normalerweise schaust du, dass du 3 Lieder aussuchst, eines für jede Runde. Meistens fängt man eher ruhig an und steigert dann das Tempo. Ich hab‘ die USB-Sticks vertauscht und dann 8 Minuten Vollgas zu Tina Turner gewachelt zum Anfangen. Das hielt ich natürlich bei 90 Grad Raumtemperatur nicht durch. Da musste ich dann schnell raus und auf weiter drücken, Und was war das nächste Lied? Die Rocky-Hymne „Eye of the Tiger“. Die ganze Sauna hat gelacht – ich natürlich auch. Also mein to-do: Unbedingt Sticks beschriften!!   Du bist selbst Sauna-Fan mit Aufguss-Ambition? In unserer Sauna World hast du die Gelegenheit, eine eigene Aufguss-Performance zu zeigen. In ausgewählten Saunen können unsere Gäste nämlich selbst die Kelle schwingen. Wer zuerst gucken will, wie's die Profis machen, hier geht's zum Sauna-Programm.
     
Noah, Sport gehört für dich zum Leben dazu – kann man das so sagen? Noah: Stimmt. Ich bin mit 11 Jahren zum Skispringen gekommen – beim Verein in Schwarzach. Nach dem Probetraining hab‘ ich gleich das gesamte Paket mit nach Hause bekommen: Schi, Schuhe, Helm & Anzug und war von da an Skispringer. Ich hab’s immerhin bis in den ÖSV C-Kader geschafft. Warum hast du die Skisprung-Karriere aufgegeben? Noah: Nach Stams wollte ich zum Heeressport. Dafür bin ich leider als untauglich eingestuft worden. Seit einem Hörsturz trage ich Hörgeräte, somit war die Profisport-Karriere gelaufen. Das war dann der Start für meine Laufbahn als Physiotherapeut. Die Ausbildung habe ich in Bad Füssing in Deutschland gemacht.   Wolltest du nach deinem Abschluss immer schon zu uns ins Gesundheitszentrum? Noah: Unbedingt. Ich habe während der Ausbildung mehrere Praktika absolviert – unter anderem eben auch im Gesundheitszentrum und da war mir dann klar: hier möchte ich arbeiten.   Was gefällt dir an der Arbeit hier? Noah: Der Tag ist sehr abwechslungsreich: Einzelstunden, Gruppengymnastik in den Trainingsräumen, aber auch draußen wie zum Beispiel im Motorikpark. Ich mag‘ auch die Therapie-Einheiten im Thermalwasser mit den Patientinnen und Patienten. Wir arbeiten hier im Gesundheitszentrum mit Kurpatienten, aber auch mit Reha-Patienten und haben auch viele Sportler bei uns. Wir sind ja auch offizieller Reha-Stützpunkt des Österreichischen Skiverbands, da kommt man dann schon mal in den Genuss, mit echten Profis zu arbeiten. Aktuell trainiere ich auch mit einer Leichtathletin und das taugt mir, weil ich selber ja auch aus der Leistungssport-Ecke komme. Den Sportler wieder fit zu machen oder aufs Comeback vorzubereiten ist eine tolle Aufgabe. Was mir noch sehr gefällt sind die Rahmenbedingungen hier. Wir arbeiten mit modernsten Geräten: So ein Anti-Gravitationslaufband, das hat nicht jeder und das eröffnet ganz neue Möglichkeiten in der Therapie.   Wie motivierst du deine Patientinnen und Patienten? Noah: Mit einem spielerischen Training. Es soll abwechslungsreich und immer wieder anders sein. Mit den Gruppen bin ich gerne an der Kletterwand. Wenn die Patienten mit Feuereifer dabei sind, dann geht auch ordentlich was weiter und das motiviert mich mir immer neue Übungen auszudenken. Die Einzeltherapie-Stunden mag ich besonders, weil man da sehr individuell auf den Patienten eingehen kann und man mehr Zeit zur Verfügung hat um am jeweiligen Problem gezielt zu arbeiten.   Wie schauen deine weiteren Pläne aus? Noah: Jetzt kommt die Ausbildung zur Manualtherapie. Das ist eine „Hands-on“-Technik, um die Gelenke wieder richtig zu mobilisieren. Und dann möchte ich noch den Sportphysiotherapeuten machen.   Wo findest du deinen Ausgleich zum Job? Noah: Ich geh‘ gern Klettern, da kann ich mich auspowern. Dann ist Musik noch ein wichtiges Thema für mich. Ich spiele Klavier und Gitarre und schreib‘ auch eigene Songs – zu finden auf Spotify: Noah Valtiner 😉.  
Ein ganzes Team wartet an der Thermenkassa darauf, unsere Gäste zu begrüßen und alle Fragen rund um den Aufenthalt und die besten Angebote zu beantworten. Wie ein Tag an der Thermenkassa aussieht, welche Aufgaben warten und wie man stressigen Situationen ein Schnippchen schlägt, das verrät uns unsere Hanna im Interview!   Hanna, ihr an der Kassa seid die ersten Gesichter, die unsere Gäste bei ihrem Thermenaufenthalt sehen. Erzähl‘ mal, was alles in euren Aufgabenbereich fällt! Hanna: Als erstes natürlich der Ticketverkauf und der Check-In der Badegäste. Da fällt auch sehr viel an Beratung und Erklärung an. Wir beantworten alle Fragen rund um die Therme, zu Tagespaketen, Jahreskarten, verschiedenen Aktionen, Abos fürs Fitness-Center, freien Terminen in der Beauty World oder sind da, wenn es Probleme oder Beschwerden gibt. Und am Ende des Thermentages checken wir die Gäste wieder aus und hoffen, dass sie eine schöne Zeit bei uns hatten. Wie viele Leute arbeiten aktuell im Kassa-Team? Hanna: Wir sind zu acht, Voll- und Teilzeit gemischt. Das sind alles ganz liebe Kolleginnen, wir verstehen uns richtig gut und wenn die Stimmung im Team gut ist, dann macht natürlich auch die Arbeit umso mehr Spaß. Wie schauen denn die Dienstzeiten an der Kassa aus? Hanna: Die Alpentherme hat 365 Tage im Jahr geöffnet. Wir sperren um 9 Uhr auf und schließen um 21 bzw. um 22 Uhr. Die einzige Ausnahme ist der 24. Dezember, da schließt die Alpentherme schon um 15 Uhr, damit alle Mitarbeiter das Fest mit der Familie feiern können. Die Arbeitszeiten sind sehr flexibel und durch die Öffnungszeiten haben wir meist Früh-, Nachmittags- und Abenddienste, wo wir uns abwechseln. 2 Tage die Woche sind frei.   Was gefällt dir an deinem Job? Hanna: Jeder Tag ist anders. Auch Sommer und Winter unterscheiden sich. Im Frühjahr und Sommer gibt’s sehr viele Aktionen für unsere Badegäste. Die alle im Kopf zu haben ist oft nicht ganz leicht! Im Winter ist natürlich Hochsaison mit sehr vielen Zutritten und viel internationalem Publikum, dafür haben wir weniger Aktionen.   Gibt es eine Aktion, die besonders heiß ersehnt ist bei den Badegästen? Hanna: Das ist sicher die Gutscheinaktion im November, wenn man pro 100,00 Euro Einkauf dann 10,00 Euro geschenkt bekommt. Hier werden für Weihnachten schon extrem viele Gutscheine als Geschenk gekauft.   Der direkte Kundenkontakt an der Kassa kann durchaus auch fordernd sein – was ist dein Geheimrezept in stressigen Situationen? Hanna: Ruhig bleiben. Durchatmen. Lächeln. Mit einer positiven Einstellung und einem höflichen Umgangston kann man jede Situation meistern. Bei Beschwerden und Problemen versuchen wir immer, Lösungen im Sinne des Gastes zu finden. Auch wenn es eigentlich keine Lösung gibt, wir finden sie trotzdem. Außerdem haben wir immer eine Notfall-Schoki zur Hand. Unsere Thermengäste – besonders unsere Jahreskartenbesitzer - bringen uns oft „Nervennahrung“ auch Selbstgebackenes ist mit dabei. Das ist eine schöne Wertschätzung und freut uns sehr.   Wie schaltest du nach einem stressigen Tag ab? Hanna: Wir Mitarbeiter haben ja gratis Zugang in die Alpentherme. Das nutze ich gern. Ich liebe den Smaragd See im Sommer, gehe gerne in die Sauna und schau‘ mir die neuen Aufgüsse der Kollegen an.   Was würdest du sagen, sind die wichtigsten Eigenschaften, die man an der Kassa braucht? Hanna: Grundsätzlich sollte man einmal Menschen mögen. An starken Tagen jetzt im Sommer hatten wir über den Tag verteilt bis zu 3.000 Gäste in der Therme. Eine positive Art hilft sicher, wie wollen ja, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und das geht am besten, wenn man selber gut drauf ist und das auch ausstrahlt. Stressresistenz schadet aber sicher auch nicht, wenn man mitbringt!   Du möchtest so wie Hanna Teil des Alpentherme-Teams werden? Hier geht's zu unseren freien Stellen! Nicht das Passende dabei? Dann freuen wir uns auf deine Initiativbewerbung!
Frau Dr. Frank, wie wird man Tierärztin – spezialisiert auf Fische? Dr. Frank: Bereits mit drei Jahren stand für mich fest, dass ich Tierärztin werde.  Dies habe ich Jahre später dann auch an der Vetmeduni Wien verwirklicht. Randgruppen wie Vögel, Reptilien und Fische haben mich schon immer interessiert und es war für mich schon während des Studiums klar, dass mich meine tierärztliche Tätigkeit in diese Richtung führt. So kam es auch, dass ich nach Studienende und Doktorat eine dreijährige Ausbildung zum Fachtierarzt für Fische absolvierte und 2006 meine eigene tierärztliche Praxis für Fische eröffnete. Seit 2013 bin ich auch Mitglied der Fachtierarztprüfungskommission.  Sie werden sich aus veterinär-medizinischer Sicht um die Gesundheit unserer Fische kümmern, wie sehen Ihre Aufgaben in unserem Meerwasser-Aquarium aus? Dr. Frank: Ich war ja auch schon bei der Planung mit an Bord und werde gerade zu Beginn, bis alles Mechanische steht und die Technikaktivierung passiert mit dabei sein. Ich muss die Technik im Hintergrund auch selbst verstehen, um damit arbeiten zu können. Die wirkliche Arbeit beginnt dann mit der Übernahme der Fische nach dem Transport. Wir haben eine ca. 80 m2 große Quarantäne-Station mit mehreren Becken zur Verfügung, wo die Tiere erst einmal ankommen. Alle Tiere werden von mir medizinisch untersucht. Sind alle gesund, dann dürfen sie nach Einhaltung der vorgeschriebenen Quarantäne-Zeit ins Aquarium einziehen.   Wie wurden die Fische fürs Aquarium eigentlich ausgewählt? Dr. Frank: Es war von vornherein klar, dass ausschließlich Fische aus Nachzuchten eingesetzt werden. Wir haben auch für alle Meeresbewohner die notwendigen Zertifikate vom Züchter und achten bei der Auswahl der Tiere darauf, dass sich die Arten gut vertragen und dass sie – auch wenn sie später ausgewachsen sind – genügend Platz in ihrem neuen zu Hause haben werden. Wir werden auch keine Haie mit ins Aquarium geben – es gibt genügend attraktive Fische, die wir im Aquarium artgerecht halten können. Natürlich können wir nie 1:1 an der Natur dran sein, aber wir kommen ihr schon sehr sehr nahe. Man kann es verteufeln, aber es sollte einem auch bewusst sein, dass es manche Fischarten ohne Aquariumhaltung gar nicht mehr geben würde. Und noch einen großen Vorteil sehe ich bei den Nachzuchten: Sie kommen aus kontrollieren Bedingungen. Somit ist die Gefahr auch geringer sich Krankheitserreger einzuschleppen. Wie dürfen wir uns so eine Fisch-Visite vorstellen und was passiert, wenn ein Fisch tatsächlich krank ist? Dr. Frank: Ich werde fix 1x im Monat zur Visite und auch bei Bedarf in der Alpentherme sein. Gemeinsam mit dem Alpentherme-Team werde ich mir die Wasserwerte und Protokolle ansehen und natürlich die Fische selbst. Hat ein Fisch offensichtlich ein Problem, wird er entnommen und kommt in Einzelpflege auf die eigene Krankenstation und wird von mir therapiert. Ist er wieder gesund, geht’s zurück ins Aquarium.  Woran erkennen Sie, dass es den Fischen gut geht? Dr. Frank: Durch Beobachtung. Man sieht das an den Farben, an der Klarheit der Augen, am Schwimmverhalten, daran, ob sie neugierig und aufmerksam sind. Also man sieht es Fischen durchaus an, ob sie glücklich sind in ihrem zu Hause oder eben nicht. Wie bewerten Sie als Fachtierärztin den Stressfaktor für die Meeresbewohner in unserem „swim-in“ Aquarium? Dr. Frank: Heute ist die Stärke des Acrylglases bei diesen „Show-Aquarien“ so ausgelegt, dass sie möglichst vibrationsarm sind. Generell muss man auch sagen, gewöhnen sich Fische sehr schnell an ihre Umgebung. Im Haus der Natur in Salzburg, welches ich auch betreue, oder in Schönbrunn, sind die Fische unbeeindruckt von den vielen Besuchern. Auch wenn Kinder vorbeirennen, schwimmen die ganz in ihrem Element. Wichtig ist, dass es Ruhephasen für die Tiere gibt und die ergeben sich hier durch die Öffnungszeiten. Um den Stress für die Tiere generell gering zu halten, wird es auch nur eine Fischlieferung geben. In den ersten Tagen im Aquarium legen die Tiere ihre Reviere und Hierarchien fest. Würden immer wieder neue eingesetzt werden, würde die Ordnung nämlich ständig durcheinandergewirbelt, was für die Tiere stressig sein. Wir übernehmen mit dem Aquarium auch einen Bildungsauftrag. Dabei möchten wir nicht nur unsere Tiere vorstellen, sondern auch ihre Lebensräume und dabei Wissen vermitteln. Kann diese Wissensvermittlung aus Ihrer Sicht über ein Aquarium funktionieren? Dr. Frank: Wissensvermittlung funktioniert am besten durch Anschauungsobjekte. Für manche Menschen ist es häufig schwer sich was vorzustellen, aber durch sehen, greifen, fühlen können sie Dinge bewusster wahrnehmen. Gerade Kinder sind von Fischen fasziniert. Sie können Fische stundenlang einfach nur beobachten und sie können von dieser Faszination sicher lernen, dass man mit der Natur sorgfältig umgehen muss. Auch wenn sie selber dann mal in Urlaub fahren und im Meer schnorcheln – bei solchen Tauchgängen wird bei nicht sorgsamen Umgang sehr viel kaputt gemacht. Dann sieht die Unterwasserlandschaft plötzlich nicht mehr so schön aus wie jene im Aquarium und das hat wiederum Konsequenzen für uns alle!   Mehr erfahren: www.fischpraxis.at
Herr Knapp, wie dürfen wir uns die Arbeit eines gerichtlich beeideten Sachverständigen für Meeresaquaristik und Meerestiere vorstellen? Herr Knapp: Als Sachverständiger hat man verschiedenste Aufgaben. Zum Beispiel, wenn beim Zoll Meerestiere entdeckt werden, dann werde ich zur Begutachtung einbestellt um die Frage zu klären, ob es sich vielleicht um geschützte Tiere handelt. Bei Streitfragen vor Gericht kann ich hinzugezogen werden, wenn jemand eine teure Koralle kauft und die dann unmittelbar nach dem Kauf verendet. Oder auch, wenn es um den Bruch von Aquarien oder die Klärung von Problemen geht. Etwa, wenn das biologische Gleichgewicht im Aquarium nicht funktioniert und die Technik infrage gestellt wird – um nur einige der Aufgaben zu nennen. Meine Haupttätigkeit ist natürlich mein Geschäft mit dem Verkauf und der Kundenberatung - wir sind aber auch im Anlagenbau sehr stark und betreuen auch viele Aquarien von Privat- und Firmenkunden. Was macht ihre Leidenschaft rund um Korallen und Meerestiere aus?  Herr Knapp: Korallen sind faszinierende Lebewesen, die eine wichtige Rolle im Ökosystem von Aquarien spielen. Die Aquaristik ist generell ein extrem spannendes Feld, in dem sehr viel Wissen steckt. Da geht es um Biologie, Chemie, Physik und natürlich um die Tiere selbst. Einen regelrechten Boom hat die Aquaristik jedenfalls während der Corona-Pandemie. Sie haben selbst über 500 Aquarien für Privat- und Firmenkunden gebaut. Auch bei unserem Aquarium waren Sie in die Planung involviert. Worauf kommt es an, damit Korallen und Meerestiere optimal versorgt sind? Herr Knapp: Auf die richtige Technik im Hintergrund. Was für das biologische Gleichgewicht im Aquarium passen muss, sind Beleuchtung, Strömung und Wasserqualität. Das Wichtigste für die Gesundheit der Meerestiere ist die stabile Umgebung. Das gilt in freier Wildbahn im Meer wie auch im Aquarium.   Wie wichtig ist die Gestaltung der Unterwasserwelt? Spielt es eine Rolle, ob ich das Aquarium als Mondlandschaft, Wüste oder als Bergwerksstollen inszeniert ist? Herr Knapp: Das Design ist egal, die Gestaltung sollte naturnahe sein mit Platz genug für Verstecke und Schlafmöglichkeiten. Also in einem völlig kahlen Aquarium wären die Fische extrem schreckhaft. Je mehr Verstecke ich ihnen biete, desto besser. Das können Kunststoffplatten sein, echte Steine oder eben auch Korallen. Platz haben wir in einem 300 Kubikmeter Wasser fassenden Aquarium auf jeden Fall genug. Riff-Fische schwimmen ja auch in freier Natur keine kilometerweiten Strecken. Es gibt Reviere und an diese Reviere hat sich jeder Fisch – auch im Aquarium – zu halten. Wenn ein Nemo nämlich aus seiner Anemone rausschwimmt, dann ist er nun mal Fischfutter im Meer.  Woher kommen die Korallen für Aquarien – gibt es da auch Zuchtstationen? Herr Knapp: Der Trend geht hier auch in Richtung Nachzucht. Korallen wachsen in Aquarien sehr gut und können quasi „ewig“ leben. Darum lassen sie sich auch so gut züchten. Dadurch haben wir jetzt ein riesiges „Depot“ an Korallen, die in Aquarien existieren. Es ist in der Zukunft vielleicht durchaus auch einmal daran zu denken, gewisse Arten wieder zu renaturieren.   Wie wichtig sind Aquarien heute noch? Sind sie in einer Zeit, in der man sich mit einem Klick die Weltmeere praktisch jederzeit ins Wohnzimmer holen kann, immer noch zeitgemäß? Herr Knapp: Sie sind sogar wichtiger denn je. Wenn man was nicht kennt, tut man sich schwer, es zu schützen. Wenn Kinder und natürlich auch Erwachsene Unterwasserwelten hautnah erleben und sich aktiv damit befassen, kann das zur Bewusstseinsbildung für den Schutz einer intakten Meeresumwelt durchaus beitragen. Und diese Sensibilisierung wäre dringend nötig, gerade wenn ich mir das Verhalten von so manchen Menschen im Meer ansehe. Da wird auf Korallen herumgetrampelt ohne nachzudenken und sehr viel Schaden angerichtet. Oft nur für das perfekte Video vom eigenen Naturerlebnis. Und wenn wir es hier schaffen, nur ein bisschen mehr Wissen mitzutransportieren, haben wir definitiv einen wichtigen Beitrag geleistet. Mehr erfahren: www.meerwasser-experte.at  
 
   
Jana, Kosmetikerinnen sind ja momentan sehr gefragt – merkst du das selber auch? Jana: Ja, natürlich. Unsere Kundinnen und Kunden kommen zu uns, weil sie echtes Handwerk suchen. Sie möchten sich etwas Gutes tun und sich verschönern lassen – und hier braucht’s die Professionisten. Du hast dich damals für eine Doppellehre entschieden – wieso das? Jana: Genau, ich mache eine Ausbildung zur Kosmetikerin/Fußpflegerin, weil der Job so vielfältiger ist und ich mehr Möglichkeiten habe. Ich mache Gesichtsbehandlungen, hab‘ auch die Entspannungsbehandlungen dabei und darf mich auch noch um die Füße kümmern. Und da geht’s nicht „nur“ um Nägel lackieren und Hornhaut entfernen, sag‘ ich mal, da haben wir auch die medizinische Fußpflege mit dabei das ist ein sehr interessantes Feld. Welche Behandlungen darfst du denn schon selbständig bei uns in der Beauty World machen? Jana: Gesichtsbehandlungen, Maniküren – alles, was wir in unserem Beauty-Angebot haben. Wo ich noch mehr Übung brauch‘ ist zum Beispiel Shellac – wo wir den alten Lack abfräsen müssen. Wo ich noch mehr Übung brauche sind die Fußbehandlungen und das Hydrafacial. Kannst du uns etwas über deinen Ausbildungsverlauf erzählen – was sind die Schwerpunkte? Jana: Bei der Kosmetik sind das die Gesichtsbehandlungen, die verschiedenen Geräte, mit denen wir arbeiten, Augenbrauen und Wimpern färben, zupfen, harzen, Maniküre, lackieren, French-Maniküre … Bei der Fußpflege muss ich mich natürlich auch mit den verschiedenen Fußdeformationen auskennen, mit Fehlstellungen, mit Pilzen usw.  wir machen hier schon auch die kosmetische Fußpflege, aber eben auch die medizinische. Ist Make-up & schminken ein Thema? Jana: In der Ausbildung und in der Lehrabschlussprüfung ist das Make-up mit dabei. Hier in der Beauty World kommt das „Schminken“ relativ selten vor, da bitten uns Kundinnen höchstens nach einer Gesichtsbehandlung um ein leichtes abpudern und ein dezentes Make-up, aber das richtig große Abend-Make-up machen wir nicht im Spa-Programm. Wir verwöhnen hier ja auch unsere Thermengäste und die brauchen für die Sauna kein Make-up. 😉 Was fasziniert dich jetzt besonders an der Beauty Branche? Jana: Also ich liebe es einfach, unsere Kundinnen und Kunden glücklich zu machen. Und das Feedback das kriegst du hier sofort, wenn die Leute sagen: Ma, jetzt fühl ich mich wieder wohl in meiner Haut, oder ich hab‘ keine Schmerzen mehr nach eine medizinischen Fußbehandlung. Ich tu‘ besonders gern Augenbrauen und Wimpern färben, weil man hier mit wenig Handgriffen quasi das ganze Gesicht verändern kann. Wenn Menschen ganz helle Wimpern und Augenbrauen haben und man die gut akzentuiert, dann zaubert man einen ganz neuen Ausdruck ins Gesicht und das taugt mir total. Welche Beauty-Behandlungen findest du denn gerade am interessantesten? Jana: Momentan sind das die Entspannungsanwendungen. Wie zum Beispiel die Pantai Luar mit den Kräuterstempeln. Der Kurs war lang und intensiv, aber total informativ was die verschiedenen Massage-Techniken angeht und eben die Arbeit mit Kräutern und ihrer Wirkung in Verbindung mit dem warmen Öl. Und das Hydrafacial natürlich, das mach‘ ich noch nicht am Kunden, aber in der Schulung durfte ich es schon machen und als Testperson, als wir das Gerät neu hatten, durfte ich es auch genießen. Das begeistert mich, weil du den Sofort-Effekt nach der ersten Anwendung hast. Anti-Aging plus Ausreinigen in einem. Wenn man „nur“ mit den Händen ausreinigt, bekommt man die Poren einfach nicht so rein wie es dieser Spezial-Sauger kann, das ist schon ziemlich genial. Was muss man als Lehrling mitbringen? Jana: Freundlich und höflich sein, das ist das A und O. Das äußere Erscheinungsbild muss stimmen. Als Kosmetikern repräsentiere ich ja das, was ich mache, da gehört ein dezentes Make-up und schöne Nägel für mich definitiv dazu. Man braucht auf jeden Fall Fingerfertigkeit, eine gute Hand- und Augenkoordination und eine ruhige Hand – die kommt dann mit der Zeit. Berührungsängste darf man auch nicht haben und g’schamig darf man auch nicht sein!  Heuer im Juli schließt du deine Ausbildung ab – wie geht’s dann weiter? Jana: Ich würde gerne hier in der Alpentherme bleiben. Ich bin ja aus Bad Hofgastein – zu arbeiten wo man wohnt ist natürlich optimal. Mir taugt’s hier. Vielleicht zieht’s mich dann aber auch irgendwann einmal ins Ausland, wer weiß …   Du möchtest so wie Jana eine Lehre zur Kosmetikern und oder Fußbpflegerin machen, oder bist auf der Suche nach einem neuen Job in einem tollen Team - dann bewirb dich doch einfach bei uns, wir freuen uns auch über deine Initiativbewerbung: Hier geht's zu unseren freien Stellen: www.alpentherme.com/karriere  
Andi, wann fängt ein Saunameister bei uns in der Alpentherme seinen Dienst an? Andi: Um 6.30 Uhr. Da bereiten wir alles für die ersten Aufgüsse des Tages vor, auch die Peelings werden schon gemischt. Dann heißt’ natürlich Liegen aufstellen, Becken sauber machen innen und außen, die Wasserqualität muss überprüft und die Messung dokumentiert werden. Draußen gehen wir mit dem Casher durch, wenn Blätter im See schwimmen, wenn wir Sand in den Becken haben, dann kommt der Beckensauger zum Einsatz. Die Fugen werden mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt, die Treppen im See müssen gereinigt werden. Da werden unter anderem die Algen entfernt, damit keiner ausrutscht und sich verletzt. Apropos Algen, was viele nämlich nicht wissen: Algen sind ein Indikator für eine gute Wasserqualität und das zeigt auch, dass keine Chemie im Wasser ist. Natürlich ist das optisch nicht immer das schönste Bild. Wir haben halt einen See ohne Zusatzstoffe. Und keine Panik bitte, wenn mal ein Frosch vorbeischwimmt … der tut nix! 😊   Was gefällt dir an deinem Job? Andi: Ich war immer schon ein Sauna-Fan und hab‘ mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich bin jetzt seit 26 Jahren hier und es macht immer noch Spaß, sich immer wieder etwas Besonderes für die Aufgüsse einfallen zu lassen. Und worauf legst du besonders großen Wert bei deiner täglichen Arbeit – oder anders gefragt: Was macht eine gute Sauna für dich aus? Andi: Der Gast muss sich bei uns wohlfühlen. Und die Qualität der Aufgüsse muss stimmen. Wir möchten unsere Gäste immer wieder aufs Neue überraschen und uns von anderen abheben. Das erreichen wir zum Beispiel mit unseren reinen ätherischen Ölen, die wir verwenden. Oder mit den Peelings, die wir selber herstellen und den vielen kleinen Extras, mit denen wir die Aufgüsse zu etwas ganz Speziellem machen.   Was wäre zum Beispiel so ein spezieller Aufguss? Unser Bier Aufguss zum Beispiel. Da hat mir ein Wiener Gast gesagt, das würde es bei ihm daheim nie geben, dass ein Saunameister mit einer Bierkiste in die Saunakammer geht und eine Runde ausgibt. Das ist genau das, was sich die Leute merken und begeistert weitererzählen. Vor Jahren hatten wir zum Beispiel auch mal einen „Jäger vom Land“ Aufguss. Da ist am Ende eine Landjäger ausgeteilt worden. Das ist jetzt 8 Jahre her und die Leute reden immer noch vom „Jäger vom Land“. Ein Highlight ist sicher auch unser Krampus-Aufguss. Wo steht schon eine Krampus-Pass in der Sauna …? Wie wird man denn nun ein guter Saunameister? Üben, üben, üben – und natürlich Schulungen. Wir haben das Glück, dass wir regelmäßig Workshops und Zusatzausbildungen absolvieren dürfen. Alles über reine ätherische Öle und wie sie wirken, über Räucherutensilien, Hamam und natürlich die richtigen Wacheltechniken um die Hitze in der Sauna optimal zu verteilen, darin werden wir regelmäßig von Experten geschult. Hier kann man sich wirklich unendlich fortbilden. Das Tolle: Auch Quereinsteiger können das lernen. Die werden natürlich ausgiebig geschult, bevor sie den ersten Aufguss vor Publikum machen dürfen.   Berühmt sind die Saunameister der Alpentherme für ihre Show-Aufgüsse. Aber mal ehrlich – was, wenn ich jetzt keine "Rampensau" bin, die sich gerne verkleidet …? Andi: Natürlich haben wir ganz unterschiedliche Typen im Team. Manche lieben es, in Kostüme zu schlüpfen und als Pirat oder Nonne eine richtige Show abzuziehen. Andere sind das gar nicht. Und das ist auch gut so. Unsere Aufgüsse sind so vielfältig wie unsere Saunameister. Wer kein Entertainer ist, der ist bei den Räucherritualen oder der Klangschale vielleicht daheim. Der Mix und die Vielfalt machen’s halt auch aus bei uns.   Was ist der meistgesagte Satz von euch Saunameistern? Andi: „In der Sauna ist Handyverbot.“ Das sagen wir gefühlte 100.000 mal am Tag. Ich bin ja dann immer besonders gemein, stelle mich vor die Kameralinse und frage: „Haben Sie mich gerade fotografiert? Die Gäste sind dann immer ganz perplex und fragen: „Nein, wieso? „Weil sie das Handy auf mich halten und das schaut so aus, als würden Sie filmen oder fotografieren“, sag‘ ich dann. Dann kommt der Aha-Effekt und es wird den Leuten bewusst, warum wir eigentlich Handyverbot haben. Ich weiß, dass 98% der Leute nichts Verwerfliches machen mit dem Handy in der Hand. Aber auch der Gast, der vis-a-vis ohne Kleidung auf der Liege liegt, fühlt sich garantiert nicht wohl, wenn eine Kameralinse in seine Richtung schaut. Da müssen wir einfach die Privatsphäre schützen und darum auch das komplette Handyverbot. Was würdest du dir manchmal von den Gästen wünschen? Andi: Einen respektvollen Umgang miteinander. Dass der Kunde König ist, das liegt schon auf der Hand. Aber er sollte sich auch benehmen wie einer, dann kann er von uns auch alles haben! 😊     Du kannst dir einen Jobwechsel vorstellen und suchst noch nach einer neuen Herausforderung? Wir freuen uns immer, wenn sich Persönlichkeiten bei uns melden. Werft gerne einen Blick auf unsere offenen Stellen unter: www.alpentherme.com/karriere, oder schreibt uns eine Initiativbewerbung!
Was sind die häufigsten Probleme, mit denen Sie als Orthopäde in Ihrer Praxis konfrontiert sind? Dr. Rychlowski: Ganz klar die Wirbelsäule – hauptsächlich bedingt durch degenerative Verschleißerscheinungen und muskuläre Probleme, was unter anderem an Bewegungsmangel liegt. Wir kennen das ja: vorwiegend sitzende Tätigkeiten, kein Ausgleich. Manche klemmen regelrecht hinterm Computer und beißen sich an der Tastatur fest. Was ich sagen will: Die Haltung ist oft statisch und Probleme sind vorprogrammiert. Im Bereich der Sportverletzungen sind’s meistens die Knie, Schultern und Sprunggelenke, die Probleme verursachen. Sie setzen in Ihrer Behandlung unter anderem auch auf die Stoßwellentherapie - wie funktioniert sie und was kann sie? Dr. Rychlowski: Bei der Stoßwellentherapie werden hochenergetische Druckwellen gezielt auf krankes oder verletztes Gewebe gerichtet. Klassische Indikationen sind die sogenannte Kalkschulter, Fersensporn, Probleme mit der Achillessehne, anhaltende Schmerzen im Muskelbereich, aber auch bei Wund-, Knochen- und Narbenheilungsstörungen kommt sie zum Einsatz. Ist die Behandlung schmerzhaft? Dr. Rychlowski: Sie kann vor allem bei der ersten Behandlung Schmerzen verursachen. Das sage ich auch jedem Patienten. Lieber nicht „den letzten Mohikaner spielen“, sondern gegebenenfalls ein Schmerzmittel einnehmen. Natürlich ist das Schmerzempfinden unterschiedlich und es hängt auch davon ab, mit wieviel Druck man arbeitet. Bei den meisten Indikationen reichen schon drei Sitzungen aus. Welche Präventivmaßnahmen empfehlen Sie, um orthopädischen Problemen vorzubeugen? Dr. Rychlowski: Das A und O ist die Muskulatur. Ab dem 80. Lebensjahr können bis zu 70 % der Muskulatur schwinden und wenn Muskulatur fehlt, dann kommt’s zu Problemen bei der Koordination, zu einer erhöhten Sturzgefahr und dadurch bedingt auch zu Knochenbrüchen. Ich ermutige auch unsere Kurpatienten dringend zu mehr Bewegung. Ich hab‘ auch schon 90-Jährige ins Fitness-Center fahren sehen. Ob das mit dem Autofahren dann immer so eine gute Idee ist, sei dahingestellt, aber Bewegung ist echt wichtig. Zugespitzt kann man formulieren: Muskel formt Knochen – nicht andersherum! Wie halten Sie Ihre eigenen Gelenke fit? Dr. Rychlowski: Ich geh‘ ins FitnessStudio, spiele Tennis, fahre Rad. Ich geh‘ auch gerne in die Sauna. Aristoteles hat gesagt: Das Leben besteht in der Bewegung – auch wenn das jetzt ein abgedroschener Spruch ist, er stimmt. Wenn man schaut, wie mobil man früher war und das mit heute vergleicht, sind die Unterschiede enorm. Früher ging man zur Arbeit – im wahrsten Sinne des Wortes. Heute nutzt man das Auto für die kürzeste Strecke. Da sehe ich nicht nur aus orthopädischer Sicht Probleme, auch was andere Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs etc. angeht. Bewegung ist und bleibt die beste Prävention. Gibt’s einen Sport, den Sie den Gelenken zuliebe verbieten würden? Dr. Rychlowski: Wenn ich Sportarten verbieten würde, wäre die Kundschaft von morgen ja weg. Ich sag‘ mal: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Es gibt Sportarten, die eine gewisse Verletzungsanfälligkeit in sich bergen, zum Beispiel Ballsportarten wie Fußball, Basketball und Handball. Dann alles, wo‘s ins Extreme geht. Wie beim Downhill-Mountainbiken, da hatte ich gerade einen Patienten mit multipler Rippenserienfraktur, Schulterblatt- und Schlüsselbeinfraktur. Trotz Schutzausrüstung ist hier ein enormes Verletzungspotential vorhanden. Die Genesung ist dann langwierig. Haben Sie neben der Bewegung einen einfachen Tipp vom Orthopäden für uns? Dr. Rychlowski: Öfter mal Barfußlaufen. Das setzt taktile Reize. Barfußlaufen ist halt wenig alltagstauglich. Alternativ arbeite ich mit sensomotorischen Einlagen, die die Fußmuskulatur besonders aktivieren. Damit können von Bandscheiben-Problemen über Verspannungen in Rücken und Nacken bis zu Muskel- und Gelenkschmerzen viele Beschwerden gelindert werden. Terminvereinbarung: Dr. Heiko Rychlowski Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Chirotherapie T +43 (0)6432/8293-204 Erfahren Sie mehr über unser Alpentherme Gastein Gesundheitszentrum und unser breites Leistungsspektrum.  
Vielfältig - das ist die Arbeit in unserer Sportmedizin. Wer einmal hinter die Kulissen blicken möchte, hat jetzt die Gelegenheit. Wir haben mit unserer Sportwissenschaflterin Christina über ihre Arbeit im Gesundheitszentrum gesprochen.   Christina, wie bist du zu uns ins Gesundheitszentrum gekommen? Christina: Ein Bekannter hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass im Gesundheitszentrum etwas frei ist und dann hab‘ ich eine Stellenanzeige gesehen und mich ganz klassisch beworben.  Was hast du für eine Ausbildung gemacht? Christina: Ich hab‘ meinen Bachelor in Sport an der Uni Innsbruck gemacht. Momenntan bin ich in Bildungsteilzeit, arbeite 2 Tage die Woche hier weiter und mache noch das Masterstudium für den Trainingstherapeuten in Salzburg, Dauern wird das ganze ca. 1,5 Jahre. Was schaut deine Arbeit bei uns in der Sportmedizin aus? Christina: Generell ist die Arbeit hier sehr vielfältig. Ich bin zuständig für die Leistungsdiagnostik. Das heißt ich kümmere mich um die Spiroergometrie – mit der Atemmaske am Laufband bzw. am Fahrrad. Dann mach‘ ich noch die klassischen Laktatstufentests - auch am Laufband oder am Fahrrad. Nach den Tests kommt die Auswertung und dann die Besprechung mit dem Gast. Da erklärt man die Ergebnisse im Detail und schaut, wie das zukünftige Training anhand des Tests aussehen sollte. Je nach gebuchtem Paket erstelle ich dann noch einen individuellen Trainingsplan.  Welche Leute kommen zu dir in die Sportmedizin? Christina: Unser Klientel ist sehr breitgefächert. Vom totalen Sportanfänger, über den ambitionierten Sportler bis zum Profisportler ist alles dabei. Auch Sportler, die nach einer Verletzung wieder ins Training einsteigen möchten kommen um herauszufinden, wie der Istzustand ist. Oder auch Menschen, die erstmals einen Halbmarathon laufen möchten und wissen wollen, wie sie das Training am besten aufbauen sollen. Auch Menschen, die Gewicht verlieren möchten holen sich Tipps. Gerade für das Ziel Gewichtsreduktion ist die Spiro sehr gut geeignet, weil man hier die Fettstoffwechselgrafik mit dabei hat und man sieht, wo die Fettflußrate am höchsten ist, in welchen Pulsbereichen man sich bewegen soll, damit die Kilos purzeln. Warum ist es gerade für Sportanfänger hilfreich, einen Leistungstest zu machen, bevor mit dem Training gestartet wird? Christina: Um strukturierter und gezielter zu trainieren statt „planlos“ einfach mal machen. Wenn ich weiß, wie fit ich bin und einen für mich maßgeschneiderten Trainingsplan in der Hand hab‘, kann ich meine Ziele viel leichter erreichen ohne mich zu unter- oder überfordern. Gleichzeitig senke ich auch das Verletzungsrisiko, das ich bei einem „falsch“ angelegten Training habe. Wenn z.B. jemand mit Übergewicht im Übereifer anfängt drauf los zu sprinten, dann ist das für den Bewegungsapparat natürlich ganz besonders herausfordernd und man tut sich mitunter nichts Gutes. Was taugt dir ganz besonders an deiner Arbeit? Christina: Ich liebe die Besprechungen mit den Gästen. Da haben wir einfach so viele verschiedene Leute bei uns und der Austausch ist recht spannend: Wie haben sie bis jetzt trainiert, was kann man verändern, wo kann man optimieren. Und die kommen dann ja auch ein zweites und ein drittes Mal zu mir – so kriege ich auch das direkte Feedback und ich sehe, was hat sich verbessert. Gerade nach Wettkämpfen können wir sehr gut analysieren was funktioniert und was nicht. Was mir noch taugt sind die BIA’s – die Biaelektrischen Impedanz-Analysen. Dabei wird die Körperzusammensetzung gemessen und da geht’s auch in die Ernährung rein – Ernährung im Sport war auch Teil des Studiums und das interessiert mich total. Die Ergebnisse der BIA sind natürlich auch für die Kunden spannend, wenn man sieht, wie der eigene Körper aufgebaut ist, wie viel Muskelmasse hab‘ ich eigentlich, wie viel Fettmasse und warum hab‘ ich so viele Kilos auf der Waage. Das muss nämlich nicht „Fett“ sein, das kann auch Muskelmasse sein. Ich sehe auch, wie der Wasserhaushalt ist und den Gesundheitszustand der Zellen.  Wie fit meine Zellen sind, das siehst du mit der BIA? Christina: Richtig – aufgrund des Phasenwinkels sehe ich, wie gut die Zelle ernährt ist. Ob die ausschaut wie eine Rosine oder wie ein Apfel. Wenn eine Zelle gut ernährt ist dann ist die richtig prall an der Oberfläche, wie ein Apfel. Da kann man mit einer relativ simplen und schnellen Messung wirklich sehr viel rauslesen. Wie sportlich bist du selbst? Christina: Sehr sportlich. Ich muss mich immer zwingen, dass ich die Regenerationszeiten auch wirklich einhalte. Meine absolute Lieblingssportart ist Volleyball. Ich spiele beim SV Schwarzach in der Landesliga. Zweimal die Woche wird trainiert. Das ist mein Fixtermin. Dann hab‘ ich mir gerade ein neues Rennrad gekauft, ich fahre auch Mountainbike, geh‘ gerne laufen. Ich bin eher die Ausdauer-Sportlerin, nicht so die Kraft-Sportlerin. Warum ist Bewegung so wichtig? Christina: Bewegung macht glücklich. Es geht einem im Alltag besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, man ist gesünder, fitter, ausgeglichener. Hast du einen Tipp für uns parat – wie trickse ich den inneren Schweinehund aus und bring‘ mehr Bewegung in den Alltag? Christina: Gemeinsam geht’s immer leichter: Freunde kontaktieren und vielleicht fängt man einfach mal mit einer längeren Spazierrunde an und steigert sich dann langsam. Teamsportarten eignen sich sowieso wunderbar. Viele Sportvereine bieten auch Anfänger-Trainings an. Da hab‘ ich meinen fixen Zeitpunkt, da komme ich dann nicht in Versuchung das Training „auf morgen“ zu verschieben, treffe auch gleich nette Leute, schließe Freundschaften … Für Kinder ist Bewegung sowieso essentiell. Hier können Eltern durchaus mal die Sprösslinge ermutigen: Geh’n ma mal zum Fußballverein, oder schau’n ma uns den Volleyballverein an, um eben die Kleinsten schon möglichst früh für ein sportliches Leben zu begeistern.  Wo jeder bei sich anfangen kann: Das Auto stehen lassen und aufs Radl umsteigen, oder auch mal zu Fuß gehen. Das ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern hilft uns auch bei einem gesünderen Lebensstil!    Neugierig auf unsere Angebote in der Sportmedizin? Oder möchtest du vielleicht Teil unseres Alpentherme-Teams werden? Wirf einen Blick auf unsere offenen Stellen!  
Was gibt’s heute zu essen? Wer denkt, das fragt sich nur das Thermenpublikum, war noch nie hinter den Kulissen des Montequariums in der Alpentherme. Denn auch unsere tierischen Bewohner haben Geschmack! Und zwar einen ziemlich feinen. Jeden Tag – außer montags, da ist nämlich "Fasttag" – wird in der Fischküche emsig geschnippelt, gewogen, gewürzt und serviert. Mitten drin: Josif, unser "Chef de Cuisine", der für unsere Meeresbewohner unter dem wachsamen Blick von Murathan Özdemir, unserem Biologen das Menü zubereitet.   Fischfütterung in der Alpentherme – So sieht der Speiseplan im Montequarium aus Im Montequarium, dem ‚swim-in“ Meerwasser-Aquarium, leben rund 800 Meeresbewohner unterschiedlichster Größen, vom auffälligen Fuchsgesicht bis hin zum neugierigen Rundstechrochen. Jede Fischart hat ihren eigenen Geschmack und spezielle Bedürfnisse. Deshalb hängt an der Wand der Fischküche ein sorgfältig ausgeklügelter Fütterungsplan – fast so detailliert wie in einem Sternerestaurant. „Wir servieren täglich – außer am Montag, da ist Fasttag für unsere Fische“, verrät uns Josif. Wie bei den Menschen ist auch so ein Fasttag im Aquarium förderlich für die Gesundheit – das tut der Verdauung nämlich gut! Mittwoch und Samstag ist „Gemüsetag“: Dann kommen zusätzlich Maiskörner und Bohnen auf den Teller. An den anderen Tagen steht eine proteinreiche Mischung aus Pangasiusfilet, Garnelen, Muschelfleisch und Spezialpellets auf dem Speiseplan – fein abgeschmeckt mit einer Prise Knoblauch, Ingwer und Kurkuma. Fischfutter mit Kurkuma, Knoblauch und Shrimps – das steckt dahinter Wer jetzt staunt, warum Fischfutter nach ayurvedischer Heilkunst klingt, liegt gar nicht so falsch. Murathan Özdemir, unser Biologe, erklärt: „Diese Zutaten haben eine natürliche antibakterielle Wirkung. Kurkuma etwa wirkt entzündungshemmend, Knoblauch stärkt das Immunsystem – wir nennen das intern unsere ‚Supplements‘.“ Und das Beste: Die Fische lieben es. Vor allem die Shrimps sorgen regelmäßig für leuchtende Augen – oder besser gesagt: gierige Mäuler.   Zubereitung des Fischfutters: Hygiene, Handarbeit und Fingerspitzengefühl Die Zubereitung beginnt früh: Das tiefgefrorene Futter wandert am Vortag vom Tiefkühler in den Kühlschrank, um schonend aufzutauen. Am Morgen wiegt Josif die Zutaten grammgenau ab. Dann wird geschnippelt – manche Portionen fein zerkleinert, andere bleiben ganz. Die Rochen zum Beispiel werden gern mal von Hand gefüttert – sie bekommen ihre Shrimps im Ganzen serviert. „Fütterungszeit ist immer was ganz Besonders“, verrät Josif. Die Tiere sind es gewohnt, dass die Taucher bei der Fütterung ins Aquarium gehen und binnen kürzester Zeit sieht man den Taucher vor lauter Fischen nicht mehr.    Live dabei: Tägliche Fischfütterung mit Taucher  Ein Spektakel, das auch die Thermengäste live bestaunen können: Täglich zwischen 12 und 13 Uhr Uhr (außer montags) ist nämlich Showtime: Dann können Besucher zuschauen, wie die Fische gefüttert werden. Das geht am besten in unserem Montequarium, oder aber auch von der Bergwald Sauna aus! In der Familiensauna gibt’s ein großes Bullauge, durch das man ins Montequarium hineinsehen kann!   Fütterung als Gesundheitscheck: So erkennen Pfleger, ob ein Fisch krank ist Beim Füttern geht es aber nicht nur darum, die hungrigen Mäuler zu füllen. „Es geht vor allem auch um die Tierbeobachtung“, so Josif.  „Wir müssen genau schauen, wer frisst und wer nicht“, erklärt Murathan. „Wenn ein Fisch nicht zur Fütterung kommt, kann das ein Zeichen für Krankheit sein. Dann nehmen wir ihn zur Beobachtung in die Krankenstation.“   Erlebnis Montequarium – Tricks bei der Fischfütterung  Natürlich haben bestimmte Fischarten auch ihre Eigenheiten. Die Schnapper zum Beispiel sind besonders schnell und drängeln gerne. Sind sie versorgt, läuft die Fütterung gleich mal ruhiger ab, darum wird auch geschaut, dass die Ungeduldigen zuerst bedient werden!   Fazit: Liebe geht durch den Fischmagen Hinter der Fütterung im Montequarium steckt mehr als man denkt: Wissenschaft, Fürsorge, Erfahrung – und ganz viel Herzblut. Ob Knoblauch oder Kurkuma, ob Rochen oder Schnapper – Josif und das Team wissen genau, wie sie ihre schuppigen Gourmets glücklich machen. Und ihr? Schaut doch mal vorbei! Täglich zwischen 12 & 13 Uhr (außer montags) könnt ihr live erleben, wie unsere Fische gefüttert werden! Hier gibt's alle Infos zum Montequarium!  
Dr. Sophie Hetzmannseder ist Orthopädin und Unfallchirurgin sowohl im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach als auch in ihrer privaten Praxis hier im Gesundheitszentrum. Einen ihrer fachlichen Schwerpunkte, die Manuelle Medizin, haben wir mit ihr genauer unter die Lupe genommen. Frau Dr. Hetzmannseder, was darf ein Laie unter der Manuellen Therapie verstehen? Dr. Hetzmannseder: Mit der Manuellen Medizin lassen sich durch gezielte Handgriffe Bewegungseinschränkungen diagnostizieren, lösen und somit lassen sich Schmerzen lindern. Artverwandt ist die Chiropraktik, die manchen vielleicht ein Begriff ist. Da sind es eher die ruckartigen Impulse, wie das „Einrenken“ und das „Gelenk-Knacken“, das man damit verbindet. In der Manuellen Medizin werden Blockaden im Gegensatz dazu sanft und schonend gelöst. Wie erkennen Sie, ob irgendwo Blockierungen sind? Dr. Hetzmannseder: Mein Werkzeug sind meine Hände. Das hat viel mit „Gespür“ zu tun und das muss man auch erst erlernen. Die Ausbildung zur Manuellen Medizin ist sehr aufwendig und intensiv. Sie dauert etwa 3 Jahre wo das erforderliche Wissen und Fingerspitzengefühl erlernt werden. Heute streiche ich mit 2 Fingern über die Wirbelsäule des Patienten und kann ganz genau sagen, wo die Muskelverspannung ist, oder wo eine Blockade besteht – rein durch das Gefühl des Tonus der Haut und des Gewebes. Wie läuft ein Besuch in Ihrer Praxis ab? Dr. Hetzmannseder: Wir starten mit der genauen Anamnese. Ich frag‘ natürlich, wo die Probleme liegen und anschließend schaue ich mir den ganzen Körper an. Oft kann man durch die Anamnese (Beruf, etc.) schon manche möglichen Beschwerden ahnen, und ich weiß in welche Richtung es geht. Nach der klinischen Untersuchung besprechen wir, was wir machen können. Ich bin da immer sehr offen, zeige alle Möglichkeiten auf und gebe meine Empfehlungen. Im nächsten Schritt behandle ich die Blockaden mit verschiedenen Muskeltechniken, Mobilisierungen oder auch Manipulationen. Was sind die Klassiker, die Sie immer wieder behandeln? Dr. Hetzmannseder: Zum Beispiel das „Einschießen“ im Iliosakralgelenk – also im Kreuz-Darmbein-Gelenk. Das trifft vor allem viele, die viel sitzen oder auch lange Strecken im Auto fahren. Ganz typisch ist das auch bei Herren, die das Portemonnaie im Hosensack hinten eingesteckt haben. Dadurch wird ein Druck auf einen Triggerpunkt eines Gesäßmuskels ausgelöst und irgendwann kommt es schließlich zu einer Blockierung. Das sind dann die einschießenden einseitigen Schmerzen im Übergang zwischen Lendenwirbelsäule und Becken, die auch durch Bewegung nicht wirklich besser werden. Das lässt sich aber sehr gut mit der Manuellen Therapie behandeln. Apropos Menschen, die viel sitzen. Bei mir ist das der stechende Schmerz im Nacken, der sich immer mal wieder meldet, wenn ich angestrengt in den PC starre … Dr. Hetzmannseder: Noch so ein Klassiker! Gerade Computerarbeit führt zu Verspannungen in der Halswirbelsäule, die sogar bis in die Schulter ausstrahlen können. Manche bekommen auch typische irokesenartige Kopfschmerzen, die vom Nacken über den Kopf bis ins Auge ausstrahlen können.Auch das kann man wunderbar mit wenigen sanften Handgriffen behandeln. Wenn sich die Nackenschmerzen im Büro ankündigen kann ich folgende Übung empfehlen: man stellt sich ganz nah an die Wand und drückt mit dem Hinterkopf bzw. der Stirn gegen die Wand, hält dies kurz, und lässt wieder locker. Durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung ändert sich der Muskeltonus und wir erzielen eine Lockerung. Generell sind kleine Übungen zwischendurch sehr hilfreich um Verspannungen vorzubeugen. Wie würden Sie meinen Nacken behandeln? Dr. Hetzmannseder: Ich würde schauen, ob es eine Verspannung ist, oder ob eine Blockierung vorliegt. Durch einen permanent falschen Muskelzug reicht schon eine kleine unachtsame Bewegung und es kommt zum einschießenden Schmerz. Ich würde die Muskulatur entspannen und die entsprechenden Wirbel behandeln. Gerne ergänze ich zusätzlich auch eine neuraltherapeutische Behandlung mit dem „Quaddeln“, wo man kleine Infiltrationen in die Haut durchführt. Das hilft sehr gut. Es geht darum, an charakteristischen Trigger-Punkten, die für einen Muskel sprechen, einen Reiz zu setzen. Durch den Reiz wird der Muskel besser durchblutet, Abfallstoffe werden abtransportiert, Botenstoffe ausgeschüttet und die Blockade löst sich. Wie viele Sitzungen benötige ich bei der manuellen Therapie? Dr. Hetzmannseder: Das kommt immer auf das Problem an. Wichtig ist, sollte ein Trauma also ein Unfall stattgefunden haben, ist zuvor die unfallchirurgische Abklärung unerlässlich! Wenn es sich um einen akuten Hexenschuss ohne Unfall handelt, dann reichen 1-2 Behandlungen. Generell muss man sagen, die Manuelle Therapie ist wie die Arbeit an einem Uhrwerk: wenn man an einem Rad dreht, dreht sich auch an anderen Stellen ein Rädchen, man muss also das große Ganze sehen. Selten ist wirklich nur eine kleine Region betroffen. Man sieht die funktionellen Zusammenhänge – z.B. läuft der Rückenstreckermuskel über den gesamten Rücken und geht in die benachbarten Muskeln auch zu den Schultern. Darum kann es sein, dass wir in der Behandlung zum Beispiel mit dem Iliosakralgelenk beginnen, dann behandelt man die Nacken-Muskulatur mit und danach kann noch die Rippenmuskulatur mobilisiert werden – weil alles zusammenhängt. Manche Patienten bekommen nach einer manualtherapeutischen Anwendung z.B. Kopfschmerzen, weil eben alles ineinandergreift und wir der Muskulatur dann auch Zeit geben müssen, sich einzustellen. Bei der Manuellen Therapie tut sich auf jeden Fall einiges im Körper – auch ohne rucken, reißen und knacken! :) Für Terminvereinbarungen steht Ihnen unsere Ordination unter: +43 (0)6432 / 8293-204 gerne zur Verfügung, weitere Infos zu Dr. Sophie Hetzmannseder finden Sie auch auf der Website.
„Wos sog er, da Woidl?“ – wenn Walter Pichler die Worte auf seinem Insta-Kanal als Einleitung spricht, dann wissen wir: Der Walter redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Und darum kommt er auch so gut an! Der „wüde Hund“ aus Gastein hat’s tatsächlich geschafft – als erster Gasteiner am Mount Everest. Doch sein Weg aufs Dach der Welt begann nicht in Nepal, sondern im Gesundheitszentrum der Alpentherme Gastein – mit Hypoxietraining, Kältekammer und Sportmedizin. Vorbereitung: Sportmedizin statt Steigeisen Bevor es nach Nepal ging, marschierte Walter erstmal in die Alpentherme Gastein für ein Sponsoring. Mit Geschäftsführer Klaus Lemmerer im Schlepptau ging’s rauf zur Sportmedizin – und dort wartete ein maßgeschneidertes Programm: • Höhenverträglichkeitstest – prüfen, ob der Körper für die Höhe bereit ist • tabindex="-1">Leistungsdiagnostik & Trainingssteuerung – jede Einheit optimal abgestimmt • tabindex="-1">IHHT (intermittierendes Hypoxie-Training) – Zellen fit machen für weniger Sauerstoff • Kältekammer – Resilienz und Regeneration bei bis zu -110 Grad • Physiotherapie & medizinische Betreuung – vor und nach dem Abenteuer „Wir haben für Walter ein spezielles Paket entwickelt, das ihn auf die extremen Bedingungen vorbereiten sollte“, erklärt Philipp Holleis, Leiter der Sportmedizin. „Gerade die Kombination aus Diagnostik, Hypoxietraining und Kältetherapie ist eine perfekte Basis für Höchstleistungen in großer Höhe.“ 42 Tage Akklimatisation – und ein Windtag zum Gipfel Vor Ort hieß es: warten, raufsteigen, wieder runtergehen – 42 Tage lang. „Ich bin eigentlich einer, der rauf will und dann raufgeht. Aber da lernst du Geduld!“, lacht Walter. Sein Gipfeltag war der 15. Mai – ein Windtag. Nur 20 Bergsteiger machten sich auf den Weg. Um 5 Uhr morgens stand er am Gipfel. „Den Sonnenaufgang hab ich erst später am Video gesehen – da oben war i scho so fertig und gsehen hab‘ ich sowieso gar nichts mehr.“ Ein Gasteiner am Dach der Welt Was bleibt, ist ein Foto ohne Maske am Gipfel – und das Gefühl, als erster Gasteiner am höchsten Berg der Erde gestanden zu sein. „Es is do nur a Berg“, sagt Walter bescheiden. Ein verdammt hoher zwar, aber eben doch „nur a Berg“. Nächstes Ziel: Pakistan Stillstand? Nicht beim Woidl. Schon im Kopf: irgendwas in Pakistan, was genau bleibt noch streng geheim, aber spektakulär wird's auf jeden Fall! Und davor, da sehen wir uns wieder im Fitness-Center & in der Sportmedizin beim Training fürs nächste Abenteuer! Neugierig auf alle tabindex="-1">Angebote in unserer Sportmedizin?
Endlich wieder Zeit zum Durchatmen: Ab Jänner erweitert unsere Sportwissenschaftlerin Chrissi Heigl unser Kursprogramm um wohltuende After-Work-Yoga-Einheiten. Perfekt für alle, die den Alltag für rund 90 Minuten hinter sich lassen möchten. Grund genug, sie euch hier ein bisschen näher vorzustellen! Im Interview erzählt Chrissi, wie sie zum Yoga gefunden hat, was ihre Ausbildung auf Teneriffa für sie verändert hat und warum ihr Kurs besonders Anfängerinnen und gestressten Bürohelden und -heldinnen guttut. Chrissi, du bist Sportwissenschaftlerin bei uns im Gesundheitszentrum - und frischgebackene Yoga-Lehrerin. Wie bist du zum Yoga gekommen? Chrissi: Ich mache seit knapp acht Jahren Yoga. Als Sportwissenschaftlerin bin ich natürlich sehr sportlich unterwegs – Yoga war für mich immer der Ausgleich zum leistungsorientierten Training. Während meines Studiums habe ich Yoga als Freifach gewählt und gemerkt, dass Yoga für mich der ideale Gegenpol zum leistungsorientierten Training ist. Darum wollte ich mein Yoga-Wissen mit einer Ausbildung vertiefen. Was bedeutet Yoga für dich persönlich? Chrissi: Entschleunigung. Yoga heißt für mich, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, Stress abzubauen und wieder in Balance zu kommen. Es geht nicht um Vergleiche oder darum, etwas leisten zu müssen. Man ist einfach im Moment – der ganze Kopf wird ruhiger, und man bewegt sich bewusster. Wie war deine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin? Gab es Aha-Momente? Chrissi: Ich durfte drei Wochen auf Teneriffa meine Ausbildung in Hatha Yoga und Vinyasa Yoga machen und abschließen. Es war ein intensiver Mix aus Theorie, Praxis, Atemtechniken, Meditation und Mentaltraining. Vor allem "Meditation" war für mich neu – aber ich habe richtig gemerkt, wie mein Stresslevel mit jeder Einheit gesunken ist. Welche Elemente aus der Sportwissenschaft helfen dir beim Unterrichten? Chrissi: Definitiv mein Bewegungsverständnis. Gerade bei Asanas ist es wichtig zu wissen, wie man gut und sicher in eine Haltung reinkommt – und wie man auch wieder gut rauskommt. Diese Verbindung aus Körperwissen und Yoga finde ich total wertvoll. Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in deinen neuen Yoga-Kursen? Chrissi: After Work Yoga ist eine Mischung aus kraftvollen Haltungen und fließenden Bewegungen, kombiniert mit Pausen, Atemtechniken und Sonnengrüßen. Wir starten immer mit einer kurzen Anfangsmeditation zum Runterkommen und setzen uns eine kleine Intention für die Einheit. Für wen eignet sich dein After-Work-Yoga? Chrissi: Für alle. 😊 Der Kurs ist aufbauend gestaltet und absolut anfängerfreundlich. Auch Wiedereinsteiger oder sportliche Menschen, die einen Ausgleich suchen, sind perfekt aufgehoben. Hast du eine Lieblings-Yoga-Übung? Chrissi: Die Krähe! Aber keine Sorge, die steht nicht auf dem Kursplan. Ich liebe diese Übung, weil sie mich fordert. Es geht um Kraft, Balance, Konzentration – und gleichzeitig schaffe ich es trotzdem, bei mir und meiner Atmung zu bleiben. Bei schwierigen Übungen vergisst man ja gern mal aufs Atmen. 😉 Was schätzt du am Yoga besonders? Chrissi: Dass man nie auslernt. Yoga ist für mich eine Reise – zu sich selbst und zum eigenen Körper. Man lernt, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Auf der Matte zählt nur das Hier und Jetzt. Der Körper ist gut so, wie er ist: An manchen Tagen geht mehr, an anderen weniger – und genau das dürfen wir annehmen. Zum Abschluss: Warum sollte man unbedingt deinen Kurs ausprobieren? Chrissi: After-Work-Yoga ist die perfekte Möglichkeit, den Tag loszulassen. Du musst nichts leisten, dich nicht vergleichen und darfst einfach so auf der Matte ankommen, wie du bist. Es geht ums Abschalten, Bewusst-Bewegen und neue Energie tanken – ein Geschenk an dich selbst nach einem vollen Arbeitstag. Kurstitel: Vinyasa & Hatha Yoga: After Work Flow Workday off - Yoga on! Kräftigen, fließend bewegen, Stress abbauen, Energie tanken. Wann? Dienstag, 16.50-18.20 Uhr Start: 13.01.2026 Kosten: € 140,00 / 10 Einheiten Wenn du Lust auf einen entspannten Start ins neue Jahr hast, schau gerne rein – wir freuen uns auf dich. Hier geht's zu unseren Fitness-Kursen!
Gibt es ein „Rezept zum Glücklichsein“? Aber sicher, wenn es nach Robert Heinevetter von Aufguss Roots geht. Saunieren wäre da so ein Geheimtipp! Doch was steckt wirklich hinter der Faszination Hitze, Ruhe und Aufguss? Aufguss-Experte Robert Heinevetter erklärt, warum ein guter Saunagang weit mehr ist als heiße Luft – und was es braucht, um Gäste wirklich in Balance zu bringen. Außerdem: Die Alpentherme Gastein wird offizielles Ausbildungszentrum von Aufguss Roots und bietet Fortbildungen an! Robert, die Finnen sind laut Studien die glücklichsten Menschen der Welt – schon wieder! Hat das vielleicht was mit dem Thema Sauna zu tun? Robert: (lacht) Ich bin überzeugt davon. Die Sauna ist in Finnland kein Event, sondern Teil des Lebens. Es geht um Entschleunigung, um Abschalten, um Zeit für sich selbst. Genau das fehlt vielen im Alltag – und genau das kann Sauna geben. Was macht für dich persönlich einen perfekten Saunagang aus? Robert: Ein perfekter Saunagang ist ein Zusammenspiel aus Hitze, Duft und Gefühl. Es geht nicht nur darum, zu schwitzen, sondern darum, den Kopf frei zu bekommen. Wenn Gäste am Ende sagen: „Jetzt bin ich wirklich runtergekommen“, dann war es ein guter Aufguss. Viele denken ja, ein Aufguss ist einfach Wasser auf die Steine – was steckt wirklich dahinter? Robert: Da steckt viel mehr dahinter, als man denkt. Temperatursteuerung, Luftführung, Timing, Düfte – und natürlich die Wedeltechnik. Ein guter Saunameister spürt den Raum und die Gäste. Er weiß genau, wann er Druck rausnimmt oder wann er ihn steigert. Das ist Erfahrung – und das kann man lernen. Woran merkt man als Gast sofort, ob ein Aufguss wirklich gut ist? Robert: An der Ausgewogenheit. Es darf nie unangenehm werden, sondern soll intensiv, aber stimmig sein. Auch die Düfte spielen eine große Rolle – sie müssen zur Hitze und zum Ablauf passen. Und man merkt es ganz einfach daran, wie man sich danach fühlt: erschlagen oder erholt. Warum ist eine fundierte Ausbildung für Saunameister so wichtig? Robert: Weil es um Verantwortung geht. Wir arbeiten mit Hitze, mit Menschen, mit deren Wohlbefinden. Ein guter Aufguss ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Wissen, Technik und Erfahrung. Genau das vermitteln wir bei Aufguss Roots – von den Grundlagen bis hin zu professionellen Show- und Wedeltechniken. Die Alpentherme Gastein ist jetzt offizieller Ausbildungsstützpunkt – warum passt das so gut zusammen? Robert: Die Voraussetzungen hier sind ideal: hochwertige Anlagen, ein professionelles Umfeld und ein Team, das Sauna versteht und lebt. Für uns ist das der perfekte Ort, um unser Wissen weiterzugeben – und für Teilnehmer eine großartige Möglichkeit, unter realen Bedingungen zu lernen. Wie hat sich die Aufguss-Kultur in den letzten Jahren verändert? Robert: Sie ist viel vielfältiger geworden. Es gibt spektakuläre Show-Aufgüsse, aber gleichzeitig auch wieder eine Rückbesinnung auf Ruhe und Qualität. Beides hat seinen Platz – entscheidend ist, dass es authentisch ist und zum Haus und zu den Gästen passt. Zum Abschluss: Was ist für dich der schönste Moment als Saunameister? Robert: Wenn es ganz ruhig wird. Wenn man merkt, dass alle im Raum bei sich sind. Das ist schwer zu beschreiben – aber genau das ist Sauna. Aufguss lernen in der Alpentherme: Gemeinsam mit Aufguss Roots ist die Alpentherme Gastein offizieller Ausbildungsstützpunkt in Österreich.Hier geht's zu den aktuellen Kursen.