Der Winter wird im Sommer gemacht – Weltcup-Vorbereitung mit Richard Leitgeb 14.07.2026
30 Grad im Schatten, die Luft flimmert und die grünen Berggipfel laden zum Wandern ein. An den Skiweltcup denkt jetzt kaum jemand. Außer Richard „Richi“ Leitgeb.
Der sympathische Kärntner aus Straßburg bei St. Veit an der Glan startet aktuell für Ungarn im alpinen Skiweltcup. Seine sportliche – und längst auch private – Heimat hat er im Gasteinertal gefunden. Hier feilt er an seiner Form, bereitet seinen Körper auf die eisigen Pisten vor und ist Stammgast bei uns im Gesundheitszentrum.
„Ich habe hier die Berge, die Natur und absolut perfekte Bedingungen für meine Vorbereitung. Zwischen den intensiven Blöcken bin ich hier im Gesundheitszentrum, um zu trainieren – aber in der Therme freilich auch, um mental runterzukommen“, erzählt Richi mit einem Lächeln.
Vom Neustart zurück in den Weltcup
Richis Weg war nicht immer geradlinig. Nach sieben Weltcupeinsätzen für Österreich wagte er den Neustart über FIS-Rennen und den Südamerika-Cup. Mit beeindruckender Disziplin und harter Arbeit kämpfte er sich zurück auf die große Weltcup-Bühne.
„Ich startete damals mit einer der hintersten Startnummern und musste mich sprichwörtlich nach vorne durchpflügen“, erinnert er sich. Heute weiß er: Im Spitzensport entscheidet nicht nur das Talent. Es geht um Durchhaltevermögen, das richtige Timing und die perfekte Abstimmung des Körpers.
Sommertraining auf Top-Niveau im Gesundheitszentrum
Während andere im Sommer entspannen, legt der Skirennläufer das Fundament für den Winter. Richi trainiert aktuell meist zweimal täglich. Kraft, Ausdauer und Koordination stehen auf dem Programm.
„Ich bin zwei Jahre praktisch durchgefahren: Sommer in Südamerika, Winter Weltcup, dann wieder zurück nach Südamerika und danach gleich wieder in die nächste Weltcupsaison. Das geht natürlich an die Substanz“, erzählt Richi.
Umso wichtiger ist für ihn heuer eine echte Vorbereitungsphase. „Jetzt kann ich meinen Körper wieder richtig aufbauen und die Basis für den Winter legen.“
Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung für Skirennläufer
Dabei setzt Richi auf die enge Zusammenarbeit mit unserem Team im Gesundheitszentrum. Trainingssteuerung, Leistungsdiagnostik und Physiotherapie greifen ineinander – mit einem Ziel: den Körper optimal auf eine lange Weltcupsaison vorzubereiten. Seine wichtigste Ansprechpartnerin ist Sportwissenschaftlerin Lisa-Marie Pöcksteiner. „Es gibt natürlich einen Trainingsplan – aber man muss schon sehr flexibel sein mit den Skifahrern“, schmunzelt Lisa. Gerade im Skisport können Wetterbedingungen oder kurzfristige Möglichkeiten am Berg dazu führen, dass Trainingspläne auch blitzschnell über den Haufen geworfen werden. Wie stimmt man sich nun am besten mit den Athleten ab?
Entscheidend ist auf jeden Fall die Kombination aus Messwerten, Erfahrung und ganz viel persönlichem Austausch.
„Wir schauen uns Leistungswerte wie Ausdauer, Kraft oder Herzfrequenzbereiche an. Das ist die Grundlage. Gleichzeitig kennt Richi seinen Körper nach so vielen Jahren im Sport sehr gut und weiß schon, was geht und was eben nicht“, so Lisa.
Viele kleine Details für eine lange Saison
Für Richi liegt einer der größten Vorteile auf der Hand: „Ich habe hier alle Ansprechpartner im Haus – von der Trainingssteuerung über die Physiotherapie über Massagen bis zur sportärztlichen Betreuung. Einfach 2 Stockwerke runter und ich steh' im Fitness-Center und eine Tür weiter wartet schon die Alpentherme zum Ausrasten und Muskeln lockern nach dem Training“, so Richi. „Und durch diese Rundum-Betreuung zwickt’s halt ein bisserl weniger“, lacht der Slalomfahrer. Und genau diese vielen kleinen Details machen im Spitzensport oft den entscheidenden Unterschied.
„Es gibt kein Patentrezept für sportliche Höchstleistung“
Sportwissenschaftlerin Lisa-Marie Pöcksteiner begleitet nicht nur Spitzensportler, sondern auch ambitionierte Hobbysportler.
Ihr Ansatz ist immer individuell: „Ein Patentrezept gibt es nicht. Jeder Athlet hat andere Stärken und Schwächen – die Trainingssteuerung muss dazu passen.“ Was beide Gruppen verbindet? „Der Antrieb, besser werden zu wollen. Egal auf welchem Niveau jemand trainiert – wenn jemand motiviert ist und sich wirklich reinhängt, macht genau das unsere Arbeit spannend.“
Und was muss im Sommer passieren, damit der Winter für einen Skirennläufer funktioniert? „Gutes Training, gute Regeneration und möglichst wenig Zwischenfälle. Und ganz wichtig: Der Spaß darf nicht fehlen.“
Denn auch wenn im Winter Hundertstel entscheiden – die Grundlage dafür entsteht lange davor. Im Sommer. Im Training. In vielen kleinen Details.
Richis Geschichte zeigt: Große Erfolge entstehen nicht über Nacht, sondern durch konsequente Arbeit an vielen kleinen Details. Genau dabei begleiten wir im Alpentherme Gastein Gesundheitszentrum Spitzensportler ebenso wie ambitionierte Freizeitsportler – mit individueller Betreuung, moderner Sportmedizin und viel Erfahrung. Mehr über unser Angebot finden Sie im Bereich Sportmedizin.