Recovery Day mit Weltklasse Athletin Lea Sophie Friedrich 17.07.2026

Mag. Kerstin Schnitzhofer Marketing

... wenn sie nicht schreibt, trifft man sie auf der Suche nach Foto-Motiven oder bei Interviews mit Kolleginnen und Kollegen in der Alpentherme oder im Gesundheitszentrum.

Sie ist die Königin des Bahnrad-Sprints: Lea Sophie Friedrich. Mit ihren 26 Jahren zählt die Deutsche zu den erfolgreichsten Bahnradsportlerinnen der Welt. Mehrfache Weltmeisterin, Europameisterin und Olympia-Medaillengewinnerin – ihre Karriere begann kurioserweise auf dem Fußballplatz, bevor sie auf dem Holzoval Geschichte schrieb. Direkt aus Los Angeles eingeflogen, legt sie einen Recovery Day im Alpentherme Gastein Gesundheitszentrum ein. Wir haben mit ihr über Jetlag, brutale Wattzahlen, den WM-Hype in Kalifornien und die Bedeutung von Regeneration im Spitzensport gesprochen. 


Lea, du kommst direkt aus Los Angeles. Wie steckt dein Körper den Jetlag und die vielen Reisen mitten in der Saison weg?

Lea Sophie: (lacht) „Das frage ich mich gerade selber. Ich versuche, möglichst schnell wieder in den Rhythmus zu kommen und abends zu schlafen. Das hat in der ersten Nacht jetzt nur so semi-gut funktioniert. Wach bleiben ist gerade die größte Herausforderung. Umso schöner ist es, dass ich hier in Gastein noch einen Regenerationsblock einlegen kann.“


In Los Angeles dreht sich aktuell alles um die Fußball-WM. Bekommt man davon als Bahnradsportlerin überhaupt etwas mit?

Lea Sophie: „Absolut. Wir haben direkt beim Stadion von L.A. Galaxy gewohnt und durften eine Stadion-Tour machen. Marco Reus hat uns Einblicke in den Fußballer-Alltag gegeben. Also Wahnsinn, welche Möglichkeiten sie dort haben! Es gibt dort sogar einen eigenen Garten, aus dem das Gemüse für die Spieler kommt, das vor Ort dann zubereitet wird. Fußball ist in L.A. grad allgegenwärtig, viele Flaggen, viele Menschen, die Spiele laufen überall. Das Schöne: Fußball verbindet. Das würde ich mir auch für den Bahnradsport wünschen.


Am Flughafen hatte ich übrigens eine lustige Begegnung: jemand hat mich wegen meines Olympia-Koffers gefragt, welchen Sport ich mache. Als ich Bahnradsport gesagt habe, meinte er: 'Dann schaue ich jetzt Bahnradsport – Fußball läuft für Deutschland ja grad‘ nicht so toll.' Das fand ich schon ziemlich lustig – vielleicht schauen jetzt doch mehr die Randsportarten!'“ 

 

„Im Spitzensport entscheidet längst nicht mehr nur das Training über den Erfolg – sondern vor allem die Qualität der Regeneration. Nach intensiven Belastungen geht es darum, den Körper möglichst rasch wieder in einen leistungsfähigen Zustand zu bringen. Genau hier setzen moderne sportmedizinische Maßnahmen und individuell abgestimmte Therapien an. Sie helfen, Belastungen besser zu verarbeiten und die Voraussetzungen für die nächste Höchstleistung zu schaffen.“

Dr. Heiko Rychlowski Ärztlicher Leiter Sportmedizin, Alpentherme Gastein Gesundheitszentrum

Dein Saisonkalender ist vollgepackt – Perth, Konya, Los Angeles und bald die Deutschen Meisterschaften sowie die WM in Shanghai. Wie zufrieden bist du mit deinem bisherigen Jahr?

Lea Sophie: „Sehr zufrieden. Die Saison läuft richtig gut. Ich habe jetzt in Los Angeles zwei Rennen gewonnen und fahre wieder konstant auf internationalem Top-Niveau. Jetzt richtet sich der Blick nach vorne – auf die Deutschen Meisterschaften und dann natürlich Shanghai.“ 


Wir Österreicher sind traditionell eher auf Skiern zuhause – Bahnradsport ist bei uns weniger bekannt. Wie würdest du deinen Sport jemandem erklären, der noch nie ein Rennen gesehen hat?


Lea Sophie: „Also wir Bahnradsportler sind das komplette Gegenteil eines Tour-de-France-Fahrers. Bei uns geht es um Kraft, Taktik und den perfekten Moment. Und jede Bahn ist anders, deshalb war L.A. jetzt wichtig, um die Olympiabahn 2028 schon mal im Rennmodus zu testen.
Im Bahnradsport wirken enorme Kräfte! Damit man sich das vorstellen kann: Bei meinem Weltrekord in Paris bin ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 km/h gefahren, im „Peak“ treten wir Frauen dabei rund 1.900 Watt. 
Gefahren wird auf einer ovalen Holzbahn in den 4 Disziplinen Sprint, Teambewerb, Keirin und Zeitfahren, wobei nur das Zeitfahren nicht olympisch ist.“

 

Welche Disziplin fährst du am liebsten?

Lea Sophie: „Alle 😊. Der Sprint ist natürlich die Königsdisziplin. Teamsprint liebe ich auch, weil ich das Teamwork wirklich gerne mag. Keirin hat natürlich auch was: 6 Starter im Feld, ein Moped fährt voraus und bringt uns auf Geschwindigkeit, sobald das Moped die Bahn verlässt, startet das eigentliche Rennen. Keirin ist richtig explosiv und ganz groß in Japan, ist aber auch die gefährlichste Disziplin, in der es die meisten Verletzungen gibt.“ 

Heute steht bei uns ein Recovery Day mit ärztlichem Check, Lymphdrainage und weiteren Anwendungen auf dem Programm. Wie wichtig ist Regeneration für dich?


Lea Sophie: „Ohne Regeneration funktioniert Spitzensport nicht. Wenn der Körper nicht erholt ist, ist auch der Kopf nicht bereit. Unsere Wettkampftage dauern oft von früh morgens bis spät in die Nacht mit an die 12 Rennen pro Renntag. Das muss der Körper mitmachen. Ich ergänze das tägliche Training darum um regelmäßige Physiotherapie, Massagen, Kältebäder und natürlich muss auch die Ernährung passen und die Regeneration! Ich würde sogar sagen: 70 Prozent Regeneration und 30 Prozent Training.“


Worauf freust du dich heute am meisten?


Lea Sophie: „Ich habe meinen Teamkollegen erzählt, dass ich heute hier bin – die waren natürlich neidisch.“ (lacht) Ich liebe einfach das Flair hier. Die Berge, die Ruhe und dieses Gefühl, einmal komplett durchzuatmen. Im Leistungssport ist jeder Tag durchgetaktet. Hier kann ich einfach abschalten. Das ist für mich ein echter Luxusmoment.“ 

 

Nach ihrem Recovery Day in Gastein geht es für Lea Sophie Friedrich direkt weiter. Zunächst warten die Deutschen Meisterschaften in Büttgen, ehe im Herbst mit der Weltmeisterschaft in Shanghai der Höhepunkt der Saison ansteht. Wir wünschen ganz viel Erfolg – und freuen uns, dass eine der erfolgreichsten Bahnradsportlerinnen der Welt bei uns reingeschaut hat!

Wenn Weltklasse-Athleten auf gezielte Regeneration setzen, zeigt das eines ganz deutlich: Höchstleistung entsteht nicht nur im Training, sondern auch in der Erholung. Im Alpentherme Gastein Gesundheitszentrum begleiten wir Profi- und Hobbysportler mit moderner Sportmedizin und individuell abgestimmten Therapien. Mehr über unser Angebot erfahren Sie im Bereich Sportmedizin.

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